Finde das beste Selbstverteidigungs-Training!

Wie Du das beste Selbstverteidigungs-Training findest!

Es gibt viele Anbieter, die behaupten, Selbstverteidigung zu unterrichten. Leider haben nur wenige eine Ahnung, was reale Selbstverteidigung wirklich bedeutet. Nachfolgend erhältst du drei Kriterien, mit denen du eine Trainerin oder einen Trainer beurteilen kannst.

Wenn Du einen Selbstverteidigungskurs besuchen willst, kannst Du ihn mit diesen drei Kriterien beurteilen.

  1. Das System
  2. Die Erfahrung
  3. Der Unterricht

Das System: Was wird als Selbstverteidigung unterrichtet?

Wenn du Selbstverteidigung trainierst und dich auf gewalttätige Situationen und Bedrohungen vorbereiten möchtest, ist es notwendig, dass du dazu ein praxiserprobtes System lernst.

Grundsätzlich sind Kampfkunst- und Kampfsportsysteme kaum geeignet. Einige dieser Systeme haben zwar gute Ansätze, wie zum Beispiel das MMA-Training, weil es dich auf den Kampf gegen offensive Gegner und auf die Härte einer körperlichen Auseinandersetzung vorbereitet. Doch insgesamt haben weder Kampfsport noch Kampfkunst etwas mit Selbstverteidigung zu tun.

Kampfsport bereitet dich auf einen Wettkampf vor. Das heisst auf eine Situation, in der du mit einem eingeschränkten Set an Techniken in einem sehr kontrollierten Umfeld gegen einen einzelnen Gegner über eine vorher bestimmte Zeitdauer kämpfst. Es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen. In realen Gewaltsituationen gibt es jedoch keine Regeln.

Kampfkunst bereitet dich vor, traditionelle Bewegungsmuster mit einem kooperierenden Partner zu erlernen. Teilweise beinhaltet dies auch geistige Aspekte wie zum Beispiel Meditation. Die Bewegungsvorgaben sind starr und folgen einer festen Struktur – so wie auch die Denkmuster oftmals in der Vergangenheit hängen geblieben sind. Es fehlt die innere Einstellung, der Druck und das Chaos, die in echten Gewaltsituationen vorkommen.

Gutes Selbstverteidigungstraining bereitet dich nicht nur auf das Kämpfen, sondern auch auf die Phase vor einem Kampf vor, es beinhaltet also Risiko- und Gefahrenmanagement. Es zeigt dir, wie du eine potenziell bedrohliche Situation kontrollieren kannst. Selbstverteidigungstraining lehrt dich wenige, dafür besonders effektive Techniken, mit denen du dich offensiv wehren kannst und es gibt dir Handlungsvorgaben, wie du dich auch sicher aus einer dynamischen Gewaltsituation entfernst. All diese Elemente fehlen in traditionellen Kampfkünsten oder Kampfsportarten, da dort nicht von reellen Gewaltsituationen ausgegangen wird.

Das System, das du trainieren solltest, sollte keine Wettkämpfe, keine Uniformen und keine Gürtelprüfungen im Fokus haben. Dafür muss es ein System sein, das dich auf reale Gewalt vorbereitet. Aber Achtung: Nicht jedes System, das sich moderne, reale Selbstverteidigung auf die Fahne geschrieben hat, beinhaltet dies auch. Deswegen solltest du unbedingt überprüfen, was genau unterrichtet wird. Nimm an einem Probetraining teil und hole dir die Meinung von Personen ab, die über Erfahrung mit Selbstverteidigung verfügen. Suche dir für dein Training ein System, das Gewalt als soziales und kriminelles Phänomen versteht und dich auf den Umgang mit einer Gewaltsituation optimal vorbereitet. Uniformen, Rituale und Prüfungen sind eher ein Warnsignal als ein Qualitätsmerkmal.

Die Erfahrung: Wer gibt den Unterricht?

Prüfe, ob der Trainer des Selbstverteidigungskurses eigene Gewalterfahrung gemacht hat. Nur wer Gewalt selbst ausgeübt und auch Gewalt am eigenen Körper erfahren hat, weiss, wie sehr sich alles verändert, wenn eine Gefahr real wird und wenn echte Dynamik in einer Konfliktsituation entsteht. Dynamik ist der Technikkiller Nr. 1 – und nichts bereitet dich auf Gewalt besser vor als Gewalt.

Wenn dein Trainer nie harte Gewalt erlebt hat, wird er nicht in der Lage sein, dir die notwendigen Verhaltensweisen zu vermitteln. Ganz einfach, weil er selbst keine Ahnung hat.

Natürlich kann man mit realistischen Simulationen und mit hartem Szenarientraining ein Stück weit die Realität simulieren. Trotzdem bist du dort noch immer in einem geschützten Rahmen und du weisst, dass keine schweren Verletzungen erfolgen. Bei realer Gewalt ist das nicht so: Das Stresslevel in echten Situationen ist extrem hoch und deshalb sind auch die physiologischen und mentalen Auswirkungen heftig und nicht mit denjenigen in einem Trainingskontext gleichzusetzen.

Stelle sicher, dass dein Trainer weiss, wovon er redet. Das kann er nur, wenn er selbst Gewalterfahrung hat, die über allfällige Schulhofrangeleien in der Jugendzeit hinausgehen.

Der Unterricht: Wie ist das Selbstverteidigungs-Training aufgebaut?

Es ist wichtig, dass die Selbstverteidigungs-Kurs-Leiter solide Kenntnisse in Didaktik, Methodik und in angewandter Psychologie haben. Trainer mit Gewalterfahrung, die ein gutes System trainieren, jedoch keine Ahnung davon haben, wie Unterrichtsinhalte zielführend strukturiert werden, bringen ihre Schüler nicht weiter.

Deine Trainer sollten eine zusätzliche, stilunabhängige Weiterbildung als Trainer oder Erwachsenenbildner abgeschlossen haben und diese auch nachweisen können. Denn das zielgruppengerechte Vermitteln von Inhalten ist die Basis von Trainings und Seminaren. Schliesslich geht es darum, dass du schnellstmöglich grosse Fortschritte machen kannst und dafür ist dein Trainer verantwortlich. Es gibt sehr wenige Trainer, die das wirklich können.

Neben der Zusammensetzung der Trainingsgruppe ist die Trainingsgestaltung zentral. Das Training muss logisch strukturiert sein und ein klares Ziel verfolgen. Optimalerweise folgt es einem definierten Lehrplan.

Wenn die Trainings nicht fordernd sind, dann bringt dein Selbstverteidigungstraining nichts. Es ist sinnlos, zu wenig hart und nicht ernsthaft genug zu trainieren. Wenn die Teilnehmer nicht schwitzen und sich nicht auskotzen, dann wird nicht ausreichend gefordert und du machst in einem solchen Training kaum Fortschritte. Wenn die Teilnehmer allerdings für dich zu hart trainieren und du deshalb ständig in der Überforderung bist, dann wirst du derart gestresst und blockiert sein, dass du nichts lernen kannst.

Analysiere auch die Zusammenstellung der Gruppe. Das Training soll dir ja Spass machen. Deswegen schau, ob du dich in der Gruppe wohlfühlst und dass dir die Menschen einigermassen entsprechen.

Wenn in der richtigen Härte in einer guten Gruppe trainiert wird, ist dies eine sehr positive und angenehme Erfahrung – du wirst gefordert und gleichzeitig gefördert. Das hilft dir dabei, die Fortschritte zu machen, die du willst.

Fazit: Wie findest Du das beste Selbstverteidigungs-Training?

Überprüfe jedes Selbstverteidigungstraining, das du besuchen willst, selbst. Nimm an mehreren Probetrainings teil. Vergleiche die verschiedenen Anbieter und finde heraus, welches System als Unterrichtsbasis dient, welche Erfahrungen die Trainer mit realer Gewalt haben und ob du dich in der Gruppe wohlfühlst.

Wenn du diese Faktoren positiv beurteilen kannst, dann steht deinem guten Training nichts mehr im Weg.

 

 

 

 

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